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Lodi

Im Mai 1796 veränderte der junge General Napoleon Bonaparte die Geschichte und schmiedete in Lodi seinen eigenen Mythos. Tatsächlich wurde Jahre später auf den Seiten des St. Helena-Denkmal, Der Exilkaiser schrieb, dass er sich gerade in der lombardischen Stadt «nicht mehr als einfacher General, sondern als ein Mann, der dazu berufen ist, das Schicksal eines Volkes zu bestimmen», fühlte.

Der Mythos Napoleon begann an den Ufern des Flusses Adda geschrieben zu werden, wo der junge General die österreichischen Streitkräfte in einer Schlacht - der Schlacht an der Brücke von Lodi - besiegte, die das Schicksal Italiens und ganz Europas veränderte.

Lodi, heute

Italien

45 357

STANDORT

Einwohner

Napoleonische Stätten

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Lodi wurde am 3. August 1158 von Friedrich Barbarossa am Ufer des Flusses Adda gegründet, nicht weit von den Überresten von Laus Pompeia, dem alten Lodi, das von Mailand zerstört wurde.

Dank ihrer strategischen Lage erlebte die Stadt eine Zeit großer Ausstrahlung, die im Frieden von Lodi im Jahr 1454 gipfelte. Dieser Vertrag sicherte Italien politische Stabilität und förderte die Blüte der Renaissance.

Nach Jahrhunderten der Fremdherrschaft wurde die Stadt am 10. Mai 1796 zum Protagonisten der Geschichte: In Lodi besiegte die französische Armee unter der Führung von General Napoleon Bonaparte in der Schlacht an der Brücke von Lodi die österreichische Armee, eroberte Norditalien und veränderte das Schicksal ganz Europas.

Nach dem Risorgimento und den Weltkonflikten ist Lodi heute ein dynamisches Industrie- und Kulturzentrum in der Poebene.

Die Napoleon-Bonaparte-Brücke, die heute die beiden Ufer des Flusses Adda in Lodi verbindet, ist nicht die Brücke, auf der sich Franzosen und Österreicher am 10. Mai 1796 gegenüberstanden. Damals sah sich der junge General Bonaparte einer 200 Meter langen und 8 Meter breiten Holzkonstruktion gegenüber. Diese alte Holzbrücke wurde jedoch 1864 während des Zweiten Unabhängigkeitskriegs zerstört und im selben Jahr durch die heutige gemauerte Struktur aus acht niedrigen Bögen ersetzt.

Die Kirche San Francesco mit ihrem charakteristischen Glockenturm ist nicht nur ein markanter Bestandteil des Panoramas von Lodi, sondern auch Zeuge entscheidender Momente der europäischen Geschichte. Die Kirche wurde zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbaut und beherbergt in ihrem Inneren Fresken, die die lokale künstlerische Entwicklung in diesen Jahrhunderten veranschaulichen.

Es war jedoch der Glockenturm aus dem Jahr 1457, ein Beispiel für den lombardischen romanisch-gotischen Stil, der am späten Nachmittag des 10. Mai 1796 eine strategische Rolle spielte: Von dieser Anhöhe aus beobachtete Napoleon die Bewegungen der Österreicher. Er koordinierte einen gewagten Frontalangriff auf die Brücke, während die Kavallerie durch den Fluss watete, den Feind überraschte und so in die Geschichte der Stadt einging.

Der Palazzo Ghisi Sommariva, einer der bedeutendsten historischen Gebäudekomplexe von Lodi, ist durch die gleichnamige Familie eng mit den Ursprüngen der Stadt verbunden. Die Harmonie der Außenfassade leitet über zur Eleganz der Innenräume, die von Fresken und raffinierten barocken Stuckarbeiten geprägt sind.

Der Palast ging aufgrund eines grundlegenden politischen Ereignisses in die Geschichte ein: Am 11. Mai 1796, einen Tag nach der Schlacht an der Brücke, übergab Francesco Melzi d'Eril hier Napoleon die Schlüssel von Mailand. Dieser symbolische Akt war nicht nur eine Huldigung des Siegers, sondern markierte offiziell den Beginn der napoleonischen Ära in Italien.

Die Piazza della Vittoria ist das pulsierende Herz von Lodi, ein bemerkenswert stimmungsvoller Ort, der an allen vier Seiten von Säulengängen umgeben ist, die eine intime und zugleich monumentale Atmosphäre schaffen. Sie wird von den Symbolen der religiösen und zivilen Macht gesäumt: dem Dom und dem Palazzo Municipale.

Gerade wegen der Zentralität dieses Platzes entschied sich Napoleon 1808 dafür, hier ein imposantes Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht von 1796 errichten zu lassen. Das Denkmal bestand aus einer mit kriegerischen Szenen verzierten Säule, die von einem mit Inschriften versehenen Sockel getragen wurde und mit vier kaiserlichen Adlern geschmückt war.

Mit dem Ende der französischen Herrschaft ordneten die Österreicher jedoch die Zerstörung an: Das Denkmal verschwand vom Platz und einige seiner Teile wurden als Abfallmaterial für verschiedene Gebäude wiederverwendet.

Webseite der Stadt Lodi : www.comune.lodi.it

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