«Destination Napoléon» nahm am 15. jährlichen Beratungsforum der Kulturrouten des Europarats in Eriwan teil

Gruppenfoto aus dem Forum

«Destination Napoléon» war bei der 15. Ausgabe des jährlichen Beratungsforums der Kulturwege des Europarats durch seine Direktorin Eleonora Berti und seinen Koordinator Jacques Chevin aktiv vertreten.

Als bedeutendes jährliches Treffen, an dem Mitgliedstaaten, zertifizierte Routen, internationale Denkmalschutzorganisationen und lokale Gebietskörperschaften teilnehmen, bildet dieses Forum eine wichtige Plattform für den Dialog, die strategische Koordinierung und die länderübergreifende Zusammenarbeit. Die diesjährige Ausgabe, die in der historischen Stadt Eriwan stattfand, stellte «Kulturerbe und Bildung» in den Mittelpunkt ihrer Tagesordnung.

Eine doppelte strategische Ausrichtung: Konsolidierung des Netzwerks und länderübergreifende Expansion

Über die thematischen Rundtischgespräche hinaus bot das Forum in Eriwan eine unschätzbare Plattform für einen direkten Dialog mit Vertretern der Mitgliedstaaten des Europarats – sowohl mit denen, die bereits an «Destination Napoléon» teilnehmen, als auch mit denen, die noch nicht daran beteiligt sind.

Für unsere Delegation bot dieser Austausch die Gelegenheit, eine zweigleisige Strategie voranzutreiben:

Bestehende Mitglieder stärken: Treffen mit den institutionellen Vertretern der Länder, in denen unser Netzwerk bereits aktiv ist, um die bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen, die nationale Koordination zu festigen und lokale Maßnahmen in unseren 60 Mitgliedsgemeinden zu unterstützen.

Neue Perspektiven eröffnen: Kontakte zu Vertretern, Regionen und Akteuren im Bereich des Kulturerbes aus Mitgliedstaaten knüpfen, die noch nicht Teil des Netzwerks sind. Im Mittelpunkt dieser ersten Gespräche stand die Identifizierung neuer Städte, regionaler Gebiete und Museen, die in Zukunft in die Route aufgenommen werden könnten, um so die multiperspektivische Betrachtung der europäischen Geschichte, die «Destination Napoléon» auszeichnet, zu bereichern und zu erweitern.

Forum-Bild: Rui Gomes

Kulturerbe und Bildung: eine Priorität für unser Netzwerk

Das zentrale Thema des Forums in Eriwan verdeutlicht die sich gegenseitig verstärkende Beziehung zwischen Kultur und Bildung. Bildung beschränkt sich nicht darauf, das historische Erbe zu bewahren, sondern inspiriert auch künftige Generationen, indem sie gemeinsame europäische Werte vermittelt, die auf Dialog, Kreativität und gegenseitigem Respekt beruhen.

Für „Destination Napoléon“ sind historische Stätten und das napoleonische Kulturerbe lebendige Plattformen für Lernen und interkulturellen Austausch. Indem wir das historische Gedächtnis in strukturierte Bildungsaktivitäten umsetzen, können unsere Mitgliedsgemeinden junge Bürger einbeziehen, kritisches Denken fördern und unsere gemeinsame europäische Geschichte aus vielfältigen Blickwinkeln beleuchten.

Die Ziele des Forums stehen in direktem Einklang mit den internationalen Rahmenwerken, die durch das Rahmenübereinkommen des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Faro-Konvention) und durch den MONDIACULT-Rahmen der UNESCO festgelegt wurden, die beide den Schwerpunkt auf die Kultur- und Kunstvermittlung als integriertes Ökosystem im Dienste der menschlichen Entwicklung und des nachhaltigen lokalen Wachstums legen.

Wichtigste thematische Schwerpunkte für die Mitgliedsstädte

Im Rahmen der Arbeitssitzungen des Forums konzentrierten sich die Diskussionen auf fünf Schwerpunktbereiche, die eine konkrete Inspirationsquelle für die künftigen Aktivitäten des Netzwerks „Destination Napoléon“ darstellen:

  • Barrierefreiheit und Inklusion: Sicherstellen, dass Kulturwege und Bildungsangebote offen, einladend und für die Vielfalt der lokalen Gemeinschaften zugänglich sind.
  • Integration der Kultur- und Bildungspolitik: Abstimmung der lokalen Initiativen im Bereich des Kulturerbes auf die regionalen Lehrpläne und die kommunalen Bildungsagenden.
  • Pädagogische Ansätze im Laufe der Geschichte: Nutzung historischer Routen, Denkmäler und lokaler Archive als interaktive Lehrmittel für Schulen und Jugendgruppen.
  • Digitale Technologien im Dienste des Kulturerbes: Nutzung digitaler Medien, immersiver Tools und Online-Archive, um die Geschichte Napoleons für ein junges Publikum zugänglicher und spannender zu gestalten.
  • Lebenslanges Lernen und Gemeinschaftsräume: Museen, historische Rundgänge und das kirchliche Kulturerbe in inklusive Lernumgebungen für alle Altersgruppen verwandeln.
  • Barrierefreiheit und Inklusion: Sicherstellen, dass Kulturwege und Bildungsangebote offen, einladend und für die Vielfalt der lokalen Gemeinschaften zugänglich sind.

Ausblick auf Armenien, das Gastgeberland

Die Gaststadt Eriwan bot einen inspirierenden Rahmen für diese Diskussionen und unterstrich damit das Engagement Armeniens, das kulturelle Erbe in seine Bildungspolitik zu integrieren. Dank der Initiativen des armenischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport hat das Land gezeigt, wie direkte Synergien zwischen Schulen und Museen das Engagement für das Kulturerbe neu beleben können.

Das Forum wurde gemeinsam vom Erweiterten Teilabkommen über Kulturrouten des Europarats (EPA), dem Europäischen Institut für Kulturrouten (EICR), dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport der Republik Armenien, dem Tourismuskomitee der Republik Armenien und der Stiftung für Kulturförderung, mit Unterstützung der Stadtverwaltung von Eriwan.

Zukunftsaussichten: strategische Chancen für unsere Mitglieder

Eines der wichtigsten Ergebnisse des Forums in Eriwan ist ein neuer Rahmen mit Empfehlungen, der den Kulturwegen als Leitfaden dienen soll, um ihre pädagogische Dimension zu stärken – kurz vor dem 40. Jahrestag des Programms des Europarats.

Für die Mitgliedsstädte und institutionellen Partner von „Destination Napoléon“ bietet dieser Rahmen einen praktischen Leitfaden für:

  1. Gemeinsame Bildungsprojekte und Initiativen zum Schüleraustausch zwischen den Mitgliedsgemeinden entwickeln.
  2. Das pädagogische Angebot der lokalen Museen und der Stätten, die mit der napoleonischen Geschichte in Verbindung stehen, bereichern.
  3. Sich auf europäische Ausschreibungen bewerben, deren Schwerpunkte auf der Vermittlung von Kulturerbe, dem Engagement junger Menschen und digitaler Innovation liegen.

«Destination Napoléon» ist weiterhin entschlossen, seine Mitglieder dabei zu unterstützen, diese europäischen Prioritäten in wirkungsvolle lokale Maßnahmen umzusetzen. Weitere Einzelheiten und Ressourcen zu den pädagogischen Leitlinien werden den Mitgliedern des Netzwerks in unseren kommenden Fachmitteilungen mitgeteilt.

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