„Destination Napoléon“ bei den nationalen Treffen der Kulturrouten in Frankreich

Vom 18. bis 20. Juni 2026 nahm „Destination Napoleon“ an den nationalen Treffen der Kulturrouten des Europarats in Frankreich teil, die im Departement Indre stattfanden, sowie an der jährlichen Generalversammlung des französischen Verbandes der europäischen Kulturrouten (FFICE).

Eleonora Berti, Direktorin der FECN-Destination Napoleon und von 2023 bis zu dieser Hauptversammlung Präsidentin der FFICE, sowie Jacques Chevin, europäischer Koordinator der FECN-Destination Napoleon, vertraten die Route bei diesen Tagen der Arbeit, des Austauschs und der Entdeckung des Kulturerbes, an denen die Akteure der in Frankreich vertretenen europäischen Kulturrouten teilnahmen.

Ein nationales Treffen im Dienste der europäischen Zusammenarbeit

Diese von der Europäischen Föderation der Kluniazensischen Stätten, dem Département Indre und der Stadt Châteauroux organisierten Treffen stellten einen Höhepunkt für die Netzwerke, Institutionen und Fachleute dar, die sich für die Aufwertung des europäischen Kulturerbes einsetzen.

Die Veranstaltung wurde von Marc Fleuret, Präsident des Departementsrats von Indre und Präsident der Europäischen Föderation der Cluniazenser-Stätten, eröffnet, in Anwesenheit von Bruno Favel, Leiter der Weltkulturerbe-Mission innerhalb der Generaldirektion für Kulturerbe und Architektur des Kulturministeriums, sowie von Orane Proisy und Nicolas Moqucaut.

An den Veranstaltungen nahm auch Gil Avérous, Bürgermeister von Châteauroux, zusammen mit Sophie Demoget, der für Kultur und historisches Erbe zuständigen stellvertretenden Bürgermeisterin, teil. Ihre Teilnahme zeugte vom Interesse der Stadt Châteauroux an der europäischen kulturellen Zusammenarbeit und der Aufwertung des Kulturerbes.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen insbesondere die aktuellen Entwicklungen im Rahmen des Programms „Kulturwege“ des Europarats, das in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert, sowie die Vermittlung des Kulturerbes an die jüngeren Generationen. Die teilnehmenden Netzwerke stellten dabei verschiedene Initiativen in den Bereichen Kulturvermittlung, Bildung und kulturelle Innovation vor.

Die im Rathaus von Châteauroux abgehaltene Jahreshauptversammlung der FFICE trug zudem dazu bei, die Kontinuität in der Leitung des Verbandes zu gewährleisten: Nach Ablauf ihrer Amtszeit als Präsidentin wurde Eleonora Berti zur Vizepräsidentin gewählt; den Vorsitz übernimmt Christophe Voros, Direktor der Europäischen Föderation der Cluniazenser-Stätten, für die nächsten zwei Jahre.

Für „Destination Napoleon“ bot dieses Treffen die Gelegenheit, den Austausch mit den anderen in Frankreich vertretenen Kulturrouten fortzusetzen, die bestehende Zusammenarbeit zu stärken und einen gemeinsamen Ansatz für das europäische Kulturerbe zu fördern: lebendig, offen und für alle zugänglich.

Von Valençay nach Châteauroux: Auf den Spuren der napoleonischen Geschichte

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Schloss Valençay

Das Programm bot den Teilnehmern zudem die Gelegenheit, mehrere bedeutende Kulturerbestätten des Departements Indre zu entdecken, allen voran das Schloss Valençay.

Die Teilnehmer wurden von Alexis Rousseau-Jouhennet, dem Direktor des Château de Valençay, empfangen und konnten diesen ehemaligen Wohnsitz von Charles-Maurice de Talleyrand, Minister und Diplomat Napoleons, besichtigen. Zwischen 1808 und 1814 beherbergte das Schloss die Prinzen von Spanien, die auf Befehl des Kaisers dort unter Hausarrest standen, wodurch Valençay zu einem wichtigen Ort der kaiserlichen Diplomatie wurde.

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Zusammen mit dem Präsidenten des Départements Indre vor dem Château de Raoul, dem Geburtsort von General Bertrand

In Châteauroux wird die napoleonische Geschichte insbesondere durch General Henri-Gatien Bertrand verkörpert, der 1773 in der Stadt geboren wurde. Als Großmarschall des kaiserlichen Hofes und treuer Gefährte Napoleons begleitete er den Kaiser bis in sein Exil auf St. Helena und spielte eine wesentliche Rolle bei der Bewahrung seines Andenkens.

Die Teilnehmer erkundeten zudem das Kulturerbe von Déols sowie die Kirche Saint-Étienne in Neuvy-Saint-Sépulchre, die als Teil der „Jakobswege in Frankreich“ auf der UNESCO-Welterbeliste steht.

Danksagungen

„Destination Napoléon“ bedankt sich herzlich bei der Europäischen Föderation der Cluniazenser-Stätten, beim Département Indre und bei der Stadt Châteauroux für den herzlichen Empfang, das abwechslungsreiche Programm und die hervorragende Organisation dieser nationalen Tagung.

Diese Tage haben erneut gezeigt, wie stark die Zusammenarbeit zwischen den Kulturwegen des Europarats ist und wie wichtig es ist, ein gemeinsames Kulturerbe lebendig zu halten – zum Wohle der Regionen, der Bürger und künftiger Generationen.

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